Zahlungstoleranzen: Was tun, wenn der Zahlbetrag von der Rechnung abweicht?
Veröffentlicht am 31.01.2019
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Bei Zahlungstoleranzen handelt es sich um kleine Abweichungen vom Rechnungsbetrag. Diese können aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Ein Zahlendreher in den Nachkommastellen ist nur ein Beispiel, welches in diesem Zusammenhang zu nennen ist.

Da der Zahlbetrag in diesen Fällen nur wenige Cent vom Rechnungsbetrag abweicht, lohnt eine Rechnungskorrektur oder Mahnung kaum. Der damit verbundene Arbeitsaufwand steht oftmals in keinem Verhältnis. Ist der Zahlendreher jedoch vor der Kommastelle aufgetreten, ist die Differenz wesentlich höher. Ob auch dieser Sachverhalt als Zahlungstoleranz gewertet wird, ist ungewiss. Hier bedarf es oftmals einer Klärung.

Zahlungstoleranzen: Wie hoch dürfen diese ausfallen?

Die gute Nachricht vorab: Jeder Rechnungssteller darf selbst entscheiden, welche Toleranzen er im Zahlungsverkehr zulässt. Betragen diese nur wenige Cent, ist es aus betriebswirtschaftlicher Sicht unsinnig, die Vorgänge weiterzuverfolgen. Im zweistelligen Eurobereich sieht die Sache jedoch anders aus.

Die Skontofrist ist bereits verstrichen: Gibt es auch hierfür eine Lösung?

Die Skontotoleranz stellt eine Sonderform im Bereich der Zahlungstoleranz dar. In diesem Zusammenhang stellt sich eine grundsätzliche Frage: Akzeptiert der Rechnungssteller die Abweichung, wenn der Rechnungsbetrag mit Skontoabzug zu spät auf seinem Konto eingeht? Dies kann schnell passieren, wenn die Skontofrist sehr kurz ist. Auch dauern manche Überweisungsvorgänge länger als geplant. Erfolgt der Zahlungseingang nur ein oder zwei Tage nach der Fristsetzung, kann der Rechnungssteller Kulanz walten lassen. In diesem Fall akzeptiert er die Differenz als Skontotoleranz. Allerdings ist es ratsam, genau festzulegen, wie viele Tage diese „Schonfrist“ umfasst. Wer hier keine klaren Grenzen setzt, provoziert eine schlechte Zahlungsmoral seiner Kunden.

Wie werden Zahlungstoleranzen in der Buchhaltung behandelt?

Die wichtigste Regel der ordnungsgemäßen Buchführung ist, dass die Differenz der Soll- und Habenseite gleich null ist. Im Klartext: Es darf keine Differenz geben. Da nach genehmigter Zahlungstoleranz jedoch der Rechnungsbetrag nicht mehr identisch mit dem des Zahlungseinganges ist, führt dies zu Problemen in der Buchhaltung. Die Lösung ist hier das Einrichten von Toleranzkonten. 

Nicht vergessen: die Umsatzsteuer

Ein fehlerhafter Zahlbetrag wirkt sich immer auf die Umsatzsteuer aus. Eine Tatsache, die es in Bezug auf die Umsatzsteuervoranmeldung zu berücksichtigen gilt.

Selbstverständlich bewältigt unsere Finanz Management Software auch diese Toleranzen. 

Gerne stehe wir Ihnen bei Fragen zur Verfügung und freuen uns, wenn Sie uns bei Facebook oder Xing folgen. 



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