EU-Mehrwertsteuerreform: Was ab 2019 gelten soll
Veröffentlicht am 15.10.2018
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Die Landesgrenzen innerhalb der Europäischen Union sind längst gefallen, doch der innergemeinschaftliche Handel wird durch unterschiedliche Mehrwertsteuersysteme nach wie vor beeinträchtigt. Die Europäische Union plant die Reform der Gesetzgebung; Änderungen greifen bereits zum 1. Januar 2019. Höchste Zeit also, sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Diese Änderungen bringt die Mehrwertsteuerreform 2019:

Besteuerung innergemeinschaftlicher Lieferung im Bestimmungsland

Bisher wird eine Lieferung von Deutschland in ein EU-Land als eine steuerbare, aber nach § 4 Umsatzsteuergesetz steuerfreie Lieferung behandelt (innergemeinschaftliche Lieferung). Diese wird im Land des Empfängers versteuert. Mit Umsetzung der Reform soll die Besteuerung nach den Steuersätzen des Bestimmungslandes erfolgen, Steuerschuldner wird der Lieferer. Mit den Mehrwertsteuerreform Änderungen 2019 wird der Begriff „Lieferung innerhalb der EU“ eingeführt.

Einführung einer zentralen Meldestelle

Unternehmen, die regelmäßig Waren in die EU liefern, würden dann entsprechend viele Steuernummern der Bestimmungsländer benötigen. Um den Verwaltungsaufwand zu minimieren, wird mit einem Webportal eine zentrale Meldestelle für Steuervorfälle innerhalb der EU geschaffen.

Steuerpflichtige können sich zertifizieren lassen

Die Mehrwertsteuerreform Änderungen 2019 definieren außerdem erstmals einen „Zertifizierten Steuerpflichtigen“. In Anlehnung an den zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten, wie er aus dem Zollbereich bereits bekannt ist, sollen gesetzeskonform handelnde Unternehmen zertifiziert werden und so von Bürokratieerleichterungen profitieren. Dazu zählen:
- Anwendung der bisher gelten Regelungen der innergemeinschaftlichen Lieferungen auch in der Zukunft
- Vereinfachung der Besteuerung von Lieferungen an Konsignationslager innerhalb der EU
- klare Bezeichnung des Steuerpflichtigen bei innergemeinschaftlichen Reihengeschäften

Die Bedeutung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wächst

Die Angabe der Umsatzsteuer-ID auf den entsprechenden Belegen wird zur Pflicht. Der Empfänger muss diese auf Richtigkeit prüfen.

Umsatzschwelle für Lieferungen im Versandhandel

Online- und Versandhändler mit Kunden in der EU sollen ihre Umsätze mit einem Schwellenwert unter 10.000 Euro weiterhin als innergemeinschaftliche Lieferung behandeln dürfen. Das gilt auch für elektronische Lieferungen.

Handeln Sie bald!

Die umfangreichen Mehrwertsteuerreform Änderungen 2019 betreffen nicht nur Unternehmen, die innergemeinschaftliche Lieferungen ausführen. Buchhaltungen und die IT-Abteilungen müssen vorbereitet sein, umfangreiche Schulungen sowie Anpassungen der Software sind notwendig.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Umstellung. 



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